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Geschichtliches
zum Thema Helmtauchen
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Im allgemeinen wird der Beginn des
heutigen Helmtauchens mit den Namen Charles Deane und
Augustus Siebe verbunden, die in den 20er und 30er Jahren des 19.
Jahrhunderts in England ihre Wirkungsstätte hatten. Eigentlich wollte Charles Deane eine
Rauchgas-Ausrüstung für Feuerwehren entwickeln
und und ließ diese auch patentieren, Sie sollte es den Feuerwehren erlauben, in
rauchverhangene Gebäude einzudringen,
ohne gleich zu ersticken. Dazu ließ er sich von Augustus Siebe einen Helm fertigen, der
einen luftdichten Abschluss zur Umgebung gewährleistete.
Da die Feuerwehren dieser Zeit kein richtiges
Interesse zeigten, überlegte sich Siebe, ob er die Erfindung nicht auch zum
Tauchen einsetzen könnte. Und so war der erste echte
Helmtauchanzug geboren.
Um 1840 brachte August Siebe dann den ersten einteiligen Taucheranzug heraus, in den der Taucher über die
Halsöffnung einstieg, und der dann über einen Dichtring mit dem
Schulterstück, im englischen corselet genannt, verbunden war (mit 6 bzw. 12 Verschraubungen, daher
6-bolt oder 12-bolt-helmets). Dieser Anzug war (fast unverändert) bis in die
60er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts noch in England gebräuchlich.

Beispiel eines englischen
Siebe Gorman Sixbolt-Helms
Während in England und den USA diese Art der
Helmtauchausrüstung üblich war, setzte sich in Frankreich, Deutschland uns
später auch in Rußland der so genannte 'Dreibolzenhelm' durch. Bei ihm wird der
Anzugkragen direkt zwischen Schulterstück und Helm eingeklemmt, die gesamte
Flanschverbindung wird mit drei Bolzen verschraubt. Ein bekannter Vertreter
dieser Gattung ist der Dräger-Helm, der bis in die Siebziger Jahre bei uns
absolut üblich war uns selbst heute noch vereinzelt von Berufstauchern getaucht
wird.

Beispiel eines Dräger-Dreibolzen-Helmes beim Aufsetzen,
kurz vor dem verschrauben
Anfang des 20. Jahrhunderts brachte Dräger
dann neben dem schlauchversorgten Helm noch Kreislaufgeräte für
Helmtauchgeräte heraus, bei denen das Atemgemisch für den Taucher nicht durch
den Schlauch, sondern durch so genannte 'Rückenapparate', wie z.B. das DM 20,
das DM 40 oder das Pioniertauchgerät. Näheres zu diesen Geräten kann der
Beschreibungsseite für das 'Draeger Taucher-Gerät
DM 40' entnommen werden.
Neben diesen beiden Haupt-Typen gab und gibt
es natürlich noch eine ganze Menge Mischformen und abgleitete Geräte, wie z.B.
das amaerikanische Mark V mit Klappfenster. Eine kleine Übersicht kann man auf
meiner Übersichtsseite über historische
Helmtauchgeräte sehen, weit mehr jedoch bei Bert Dodde auf seiner Diving-Heritage
Seite.
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